Heute morgen habe ich Ivan Blatters Artikel „Arbeitest du hart? Versuch lieber, smarter zu arbeiten.“ gelesen. Seine 5 Tipps bieten tolle Ansatzpunkte, um die eigene Denkweise über die tägliche Arbeit anzupassen.
Beim Lesen der Punkte sind mir ein paar Gedanken gekommen, mit denen die Liste erweitert werden könnte. Sie sind zwar etwas weniger allgemeingültig, haben aber auch den „Mach einen Schritt zurück und schaue auf das Gesamtbild“-Gedanken.
Deshalb geht es hier auch mit Nummer 6 weiter.
6. Fokus, nachdenken und Ziele
In Tipp 1 rät Ivan, zuerst zu überlegen, was erreicht werden soll, selbst oder gerade wenn es dringend ist. Der Schritt zurück für den Überblick ist Gold wert. Damit verzettelt man sich nicht mit Kleinigkeiten, was direkt in Tipp 3, dem gezielten Fokus überleitet. Der Fokus soll auf Aufgaben liegen, die einen möglichst großen Effekt haben.
Dabei ist aber Voraussetzung, dass dir sehr klar ist, was du erreichen willst und welche Aufgaben dich dabei am besten voranbringen. Das klingt erstmal übermäßig einfach. Ziele. Na klar, das hab ich schon tausend mal gelesen. Bei etwas längerem Nachdenken stellt sich heraus, dass es doch etwas schwerer ist.
Ohne regelmäßige „Wartung“ und Bewertung wird die Ziel-Liste ganz schnell ein Ort der lästigen Aufgaben und des schlechten Gewissens.
- Weißt du, welche Ziele aktuell sind?
- Wie bringen sie dich voran?
- Welchen Wert misst du jedem Ziel bei?
In vielen Fällen sind Projekte mit riesiger Wirkung eine Reise in unbekanntes Gebiet, sonst wären es ja Projekte mit üblicher Wirkung. Besonders bei diesen Projekten ist es wichtig, die Ziele im Auge zu behalten und immer wieder zu hinterfragen, welchen Wert sie haben und wodurch er entsteht.
7. Bewerte nicht nur, was du tust, sondern auch wie
Es gibt immer viel zu tun. Aber nach jedem ein Projekt gibt es eine kurze Phase, in der es weniger zu tun gibt. Die Zeit, in der auch der Projekt-Rückblick gemacht wird. Das ist ein guter Zeitpunkt neue Arbeitsstrategien oder Tools einzuführen. Übrigens ist es besonders bei längeren Projekten hilfreich, eine Liste mit Projekt-Ereignissen und Rückblicks-Themen zu führen, damit nichts vergessen wird.
Immer wenn du im Projekt auf Aufgaben stößt, bei denen du denkst: „Es kann doch nicht sein, dass ich das jetzt machen muss“, nutze das Gefühl der Unzufriedenheit oder Wiederholung als Trigger. Füge einen Eintrag zu deiner Liste für den Projekt-Rückblick hinzu. Schreib auf, was du gerade tust und was das Problem ist.
Später, beim Projekt-Rückblick, erinnert dich dieser Eintrag daran, über eine Lösung nachzudenken. Macht es Sinn diese Aufgabe zu erleichtern? Gibt es einen guten Weg das zu tun?
Die Idee ist es, mit jedem Projekt ein bisschen besser zu werden.
Ich denke, das ist ein guter Punkt für das Ende. Vor allem, weil die Zeit, die ich mir für diesen Artikel genommen habe, aufgebraucht ist. (Ein neues Experiment, um mehr zu schreiben.)
Viel Erfolg bei deinem Projekt.
